Wenn in einem Meeting sechs Perspektiven gleichzeitig wichtig sind
In einem Projektmeeting der Immobilienwirtschaft kommen schnell sehr unterschiedliche Perspektiven zusammen: Vertrieb, Technik, Planung, Controlling, Recht und Geschäftsleitung. Bei KIB können solche Sitzungen laut Geschäftsführer Norbert Grund mehrere Stunden dauern.
Die Herausforderung beginnt nicht erst nach dem Termin. Während der Diskussion müssen technische Möglichkeiten, wirtschaftliche Auswirkungen, rechtliche Rahmenbedingungen und Vermarktung gemeinsam gedacht werden. Wer gleichzeitig versucht, jedes Detail mitzuschreiben, teilt seine Aufmerksamkeit zwischen Dokumentation und dem eigentlichen Gespräch.
Danach aus dem Gedächtnis zuverlässig zu rekonstruieren, welche Argumente, Entscheidungen und nächsten Schritte tatsächlich relevant waren, hält Grund bei dieser Informationsdichte für unrealistisch.
KIB führt Norbert Grund als Geschäftsführer der KIB Projekt GmbH sowie im Management der Gruppe mit dem Schwerpunkt Akquisition und Investment. Sein Arbeitsalltag liegt damit an der Schnittstelle von Immobilienentwicklung, Finanzierung, Unternehmenssteuerung sowie rechtlichen und strategischen Entscheidungen.
Image 1: Stock Meeting in Meeting room scenario
Neue Technologie früh verstehen statt jahrelang abzuwarten
Dass Grund heute mit KI arbeitet, ist für ihn weniger ein kurzfristiger Trend als die Fortsetzung einer Haltung, die ihn schon lange begleitet.
Er erinnert sich an seine ersten Berufsjahre im Bankgeschäft, als Computer noch längst nicht selbstverständlich auf jedem Schreibtisch standen. Als sich die Möglichkeit ergab, selbst früh mit dieser neuen Technologie zu arbeiten, nutzte er sie.
Der Gedanke dahinter prägt seinen Umgang mit Technologie bis heute: Neue Werkzeuge sind nicht automatisch besser. Aber wer sie früh ausprobiert, kann selbst beurteilen, wo sie funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und wie sie sinnvoll in bestehende Prozesse integriert werden können.
Genau so betrachtet Grund heute auch KI und Lösungen wie Plaud.
Vor Plaud: Wenn das Smartphone gleichzeitig Arbeitsgerät und Aufnahmegerät sein soll
Grund hatte bereits vor Plaud Softwarelösungen und Apps ausprobiert. Sein Problem war dabei nicht grundsätzlich die Transkription.
Für seinen Arbeitsalltag entstand vielmehr ein praktischer Konflikt: Das Smartphone sollte gleichzeitig Gespräche aufzeichnen und weiterhin sein zentrales mobiles Arbeitsgerät bleiben.
Dabei störten ihn insbesondere drei Dinge.
-
Der Akku wurde Teil des Workflows.
-
Längere Aufnahmen beanspruchten dasselbe Gerät, das er für Telefonate, Nachrichten und andere Aufgaben benötigte.
-
Andere Smartphone-Funktionen liefen parallel zur Aufnahme.
Für einen professionellen Meetingprozess empfand er diese Kombination nicht immer als so verlässlich, wie er es sich wünschte.
Vor allem aber verändert ein Smartphone die Aufmerksamkeit im Raum.
Wenn während eines persönlichen Gesprächs immer wieder auf ein Telefon oder einen Laptop geschaut wird, kann das schnell so wirken, als sei die Aufmerksamkeit nicht vollständig beim Gegenüber.
Für Grund ist deshalb die Trennung wichtig: Das Smartphone bleibt Arbeits- und Kommunikationsgerät. Die Dokumentation läuft separat.
So läuft ein Projektmeeting heute mit Plaud
Der wichtigste Einsatzbereich sind für Grund Projektmanagement-Sitzungen.
Vor dem Meeting
Das Plaud-Gerät ist als separates Aufnahmegerät einsatzbereit. Bei Gesprächen mit anderen Beteiligten wird die Aufnahme vorab entsprechend geklärt.
Während des Meetings
Plaud übernimmt die Aufnahme. Weder Grund noch Teammitglieder müssen parallel versuchen, ein vollständiges Protokoll zu führen.
Stattdessen kann er sich auf die Fragen konzentrieren, die für seine Rolle entscheidend sind:
-
Was bedeutet ein Vorschlag für den Vertrieb?
-
Ist er technisch umsetzbar?
-
Welche rechtlichen Einschränkungen bestehen?
-
Wie verändert sich die Kalkulation?
-
Und welche Entscheidung muss am Ende getroffen werden?
Gerade weil mehrere Fachdisziplinen zusammenkommen, entsteht der Wert des Meetings für ihn nicht aus einzelnen Aussagen, sondern aus ihrem Zusammenspiel.
Nach dem Meeting
Nach dem Gespräch entsteht zunächst eine strukturierte Zusammenfassung.
Diese wird bei KIB nicht einfach ungeprüft als endgültiges Ergebnis übernommen. Beteiligte können Inhalte aus ihrer jeweiligen fachlichen Perspektive kontrollieren und korrigieren.
Anschließend nutzt Grund die Informationen in seinem weiteren KI-Workflow mit Claude, um Inhalte weiter zu strukturieren und auf die nächsten Arbeitsschritte zu verdichten.
Damit endet der Nutzen der Aufnahme nicht beim Protokoll.
Das Ergebnis wird zur Grundlage für die weitere Projektarbeit und im nächsten Meeting kann dort begonnen werden, wo das vorherige aufgehört hat.
Meeting → Plaud-Aufnahme → Transkript und Zusammenfassung → fachlicher Team-Review → Korrekturen → weitere KI-Verarbeitung → Kernpunkte → Grundlage für das nächste Meeting
Image 2: Stock Meeting scenario 2
Ein dreistündiges Projektmeeting soll nicht mit dem Meeting enden
Ein typisches Projektmanagement-Meeting kann nach Grunds Erfahrung ungefähr drei Stunden dauern.
In dieser Zeit entstehen Informationen aus mehreren Disziplinen gleichzeitig. Der Vertrieb bringt Markt- und Kundenperspektiven ein. Technische und planerische Verantwortliche bewerten die Umsetzbarkeit. Das Controlling betrachtet wirtschaftliche Konsequenzen. Rechtliche Fragestellungen können darüber entscheiden, welche Variante überhaupt realisierbar ist.
Früher musste ein Teil dieser Diskussion parallel dokumentiert werden.
Doch auch ein menschliches Protokoll ist nicht automatisch vollständig oder fehlerfrei. Aussagen können verkürzt, Zusammenhänge anders verstanden oder relevante Details übersehen werden.
Für Grund liegt der sinnvolle Einsatz von KI deshalb nicht darin, menschliche Kontrolle abzuschaffen. Die Dokumentation kann automatisiert werden – die fachliche Prüfung bleibt Bestandteil des Prozesses.
Warum für ihn ein separates Gerät mehr Sinn ergibt als nur eine App
Die Frage, warum für Gesprächsdokumentation überhaupt zusätzliche Hardware nötig ist, gehört für Grund zu den zentralen Punkten. Sein Fokus liegt auf dem Arbeitsablauf.
Mit einer Smartphone-App befanden sich Aufnahme, Kommunikation und andere mobile Aufgaben auf demselben Gerät. Heute sind diese Funktionen für ihn getrennt.
Das Telefon bleibt verfügbar. Die Aufnahme läuft unabhängig davon. Und während eines Gesprächs muss er nicht ständig mit einem Bildschirm interagieren.
Gerade der letzte Punkt ist für ihn wesentlich: In persönlichen Gesprächen möchte er dem Gegenüber Aufmerksamkeit signalisieren – nicht dem Smartphone.
Das kleine separate Aufnahmegerät kann so stärker im Hintergrund bleiben, während das Smartphone jederzeit für andere Arbeiten parallel genutzt werden kann.
Ein Produktproblem, das sein Vertrauen nicht zerstört hat
Seine erste Erfahrung mit dem Gerät verlief nicht vollständig problemlos.
Das ursprünglich bestellte Gerät verlor nach seinen Angaben ungewöhnlich schnell Ladung – ausgerechnet bei einem Punkt, der für seinen persönlichen Workflow wichtig war.
Für Grund war anschließend jedoch weniger entscheidend, dass ein technisches Problem auftrat, sondern wie damit umgegangen wurde.
Er berichtet von schnellen Antworten des Plaud-Supports und davon, dass ihm schließlich unkompliziert ein Ersatzgerät zugesandt wurde. Gerade diese Erfahrung erzählt er heute positiv weiter.
Was sich für Norbert Grund verändert hat
-
Mehr Präsenz im Gespräch – Grund muss nicht gleichzeitig versuchen, jede relevante Aussage mitzuschreiben.
-
Weniger Dokumentationsarbeit während des Meetings – Die Aufmerksamkeit kann stärker auf Diskussion, Strategie und Entscheidung liegen.
-
Ein gemeinsamer Ausgangspunkt – Die Zusammenfassung kann von den Beteiligten geprüft und korrigiert werden.
-
Mehr Kontinuität zwischen Meetings – Das nächste Gespräch kann auf dem Ergebnis des vorherigen aufbauen.
-
Weiterverarbeitung statt Ablage – Meeting-Inhalte verschwinden nicht in einem Protokollordner, sondern fließen in weitere KI-gestützte Arbeit ein.
Kann man einer KI bei wichtigen Projektinformationen vertrauen?
Für Grund lautet die Antwort nicht: blind.
Gerade bei rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen oder strategischen Themen bleibt fachliches Urteilsvermögen unverzichtbar.
KI kann Informationen strukturieren und Dokumentationsarbeit übernehmen. Sie kann aber nicht die Verantwortung dafür übernehmen, ob eine fachliche Aussage richtig ist oder welche Entscheidung daraus getroffen werden sollte.
Deshalb ist der menschliche Review bei KIB kein nachträglicher Sicherheitsmechanismus, sondern ein fester Bestandteil des Workflows.
Automatisiert wird die Dokumentation. Nicht das Urteilsvermögen.
Gesprächsaufnahmen brauchen einen klaren Rahmen
Gerade im professionellen Einsatz gehört zur Nutzung eines Aufnahmegeräts auch der verantwortungsvolle Umgang mit Einwilligung und sensiblen Informationen.
Gespräche mit anderen Personen sollten nur nach entsprechender Einwilligung aufgenommen werden. Je nach Unternehmen, Branche und konkretem Anwendungsfall können darüber hinaus weitere Datenschutz- und interne Vorgaben relevant sein.
Für Grund passt diese menschliche Kontrolle zum gesamten KI-Workflow: Technologie nimmt Arbeit ab, Verantwortung bleibt bei den Menschen, die sie einsetzen.
Auch ein überzeugter Nutzer hat noch Wünsche
Grund sieht seinen heutigen Workflow nicht als abgeschlossen.
Gerade in der Immobilienwirtschaft spielen neben Gesprächen auch visuelle Informationen eine große Rolle: Fotos, Pläne, technische Details oder Eindrücke aus einem Projekt.
Für seinen persönlichen Arbeitsprozess würde er sich deshalb wünschen, dass solche visuellen Informationen noch stärker in die weitere Verarbeitung und seine nachgelagerten KI-Workflows einbezogen werden können.
Wenn Routinearbeit automatisiert wird, wird Urteilskraft wichtiger
Für Grund geht es beim Einsatz von KI um mehr als Meetingnotizen.
Dokumentation, Recherche und andere repetitive Tätigkeiten werden aus seiner Sicht zunehmend automatisiert. Dadurch verschwindet die professionelle Expertise nicht, aber ihr Schwerpunkt verschiebt sich.
Wichtiger werden für ihn:
-
Urteilsvermögen
-
Erfahrung
-
Kreativität
-
Verhandlung
-
Kommunikation
-
Verantwortung
-
Entscheidung
Wer KI produktiv einsetzen will, braucht deshalb beides: fachliche Kompetenz und die Fähigkeit, neue Werkzeuge zu verstehen, ihre Ergebnisse zu prüfen und sie sinnvoll in die eigene Arbeit einzubauen.
Plaud ist in diesem Arbeitsalltag nicht die Entscheidung selbst.
Es hilft dabei, dass weniger Aufmerksamkeit für das Festhalten des Gesprächs benötigt wird – und mehr für das, was aus dem Gespräch entstehen soll.
























