Das Plaud Note Pro ist ein scheckkartengroßes KI-Diktiergerät, das Gespräche aufnimmt und sie anschließend automatisch in Transkripte, Zusammenfassungen und To-Do-Listen verwandelt. Im Test überzeugt vor allem die Kombination aus klarer Aufnahme über mehrere Meter, sowie das neue AMOLED-Display und die KI-Aufbereitung in 112 Sprachen. Wer viel protokolliert, Interviews führt oder Meetings nachbereiten muss, spart damit spürbar Zeit. Dieser Test zeigt, wie sich das Gerät im Alltag schlägt, was es kostet und worauf Sie beim Datenschutz achten sollten.
Plaud Note Pro im Überblick: das steckt dahinter
Das Plaud Note Pro ist ein eigenständiges Aufnahmegerät, das mit der KI-Engine von Plaud Intelligence zusammenarbeitet. Plaud positioniert es als das fortschrittlichste KI-Notizgerät der Welt, und die Ausstattung passt zu diesem Anspruch.
Die Kernidee ist einfach. Sie nehmen ein Gespräch auf, das Gerät lädt die Aufnahme in die Cloud, und die KI erstellt daraus ein durchsuchbares Transkript samt strukturierter Zusammenfassung. Anders als eine reine App auf dem Smartphone erfasst das Gerät auch Präsenz-Meetings im Raum, nicht nur Telefonate oder Online-Calls.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
- Vier MEMS-Mikrofone mit KI-Beamforming für klare Aufnahmen bis zu 5 Meter Entfernung
- Bis zu 30 Stunden Aufnahme im Enhance-Modus, bis zu 50 Stunden im Endurance-Modus
- InstantView AMOLED Display für Status, Akkustand und Aufnahmemodus
- KI-Transkription in 112 Sprachen mit automatischer Sprechererkennung
- 64 GB Speicher und ein magnetisches Etui im Lieferumfang

Design und Verarbeitung im Test
Das Plaud Note Pro hat die Größe einer Kreditkarte und ist mit 2,99 mm extrem flach. Mit rund 30 Gramm wiegt es in der Tasche kaum etwas.
Das Gehäuse besteht aus einer Aluminiumlegierung und wirkt hochwertig verarbeitet. Die Verarbeitung überzeugt nicht nur subjektiv. Das Plaud Note Pro wurde mit dem iF Design Award 2026 ausgezeichnet und von Forbes Vetted 2026 in die Best Product Awards aufgenommen. Auf der Vorderseite sitzt das neue InstantView AMOLED Display, das durch Corning Gorilla Glass geschützt ist. Es zeigt den Aufnahmestatus, den gewählten Modus und die verbleibende Akkulaufzeit in Prozent. Das ist im Test ein echter Vorteil gegenüber Geräten ohne Bildschirm. Man sieht sofort, dass die Aufnahme läuft, und muss sich nicht allein auf eine Vibration verlassen.
Praktisch ist das mitgelieferte magnetische Etui. Es haftet sicher an kompatiblen iPhones und lässt sich so jederzeit griffbereit am Smartphone tragen. Wer ein anderes Smartphone nutzt, kann den beiliegenden Klebering verwenden. Geladen wird über einen magnetischen Kontakt, eine volle Ladung dauert rund zwei Stunden und reicht für mehrere Arbeitstage.

Aufnahme im Test: vier Mikrofone, bis zu 5 Meter
Die Aufnahmequalität ist die größte Stärke des Plaud Note Pro. Vier Mikrofone mit KI-Beamforming (KI-gestützte Mikrofonausrichtung, die Stimmen gezielt erfasst und Hintergrundgeräusche ausblendet) erfassen Stimmen klar, auch wenn die sprechende Person mehrere Meter entfernt sitzt.
In der App stehen drei Modi zur Wahl. Der Leistungsmodus arbeitet mit KI-Beamforming und nimmt bis zu 30 Stunden klar aus maximal 5 Metern Entfernung auf. Der Endurance-Modus (energiesparender Modus) reduziert die Reichweite auf rund 3 Meter und läuft dafür bis zu 50 Stunden. Der adaptive Modus wechselt automatisch zwischen beiden und optimiert so die Laufzeit.
Für den Praxistest haben wir das Plaud Note Pro in einem rund 90-minütigen Workshop mit vier Personen eingesetzt. Das Gerät lag am Rand eines großen Konferenztischs, die am weitesten entfernte Person saß etwa fünf Meter weg. Das Ergebnis war durchgehend sauber und gut verständlich. Auch die entfernten Stimmen kamen klar an, und moderate Hintergrundgeräusche wie das Klimagerät filterte das Gerät zuverlässig heraus.
Hilfreich war dabei die Highlight-Funktion. Ein kurzer Druck auf die Taste hebt eine wichtige Stelle im Gespräch hervor, etwa eine getroffene Entscheidung, die später gesondert in der Übertragung erscheint. Die anschließende automatische Sprechererkennung saß bei den meisten Wortbeiträgen auf Anhieb richtig, einige wenige Zuweisungen mussten wir in der App korrigieren. Das ging in wenigen Minuten, und am Ende stand ein strukturiertes Protokoll mit Zusammenfassung und To-Do-Liste.
Auch der Wechsel zwischen Szenarien klappt gut. Das Plaud Note Pro erkennt mit der intelligenten Dual-Modus-Aufnahme automatisch, ob es ein Telefonat oder ein Gespräch im Raum aufzeichnet, und stellt sich passend ein. Genau hier spielt ein physisches KI-Diktiergerät seine Stärke aus, denn die meisten Meeting-Tools können ein Präsenzgespräch im Raum gar nicht erfassen.
KI-Transkription und Aufbereitung mit Plaud Intelligence
Nach der Aufnahme zeigt sich der eigentliche Mehrwert. Plaud Intelligence wandelt die Aufnahme in ein Transkript um und erstellt daraus eine strukturierte Zusammenfassung mit Kernpunkten und Aufgaben.
Die Transkription unterstützt 112 Sprachen und ordnet auf Wunsch einzelnen Sprechern Namen zu. Diese Zuordnung gelingt nicht immer perfekt, nimmt aber den Großteil der manuellen Arbeit ab. Für die Auswertung stehen über 10.000 Vorlagen, Mindmaps und Workflow-Integrationen bereit, sodass sich für nahezu jede Branche und jedes Berufsbild ein passendes Format finden lässt. Die Auswahl ist anfangs fast zu groß, doch wer einmal seine Vorlage gefunden hat, kommt sehr schnell zum Ergebnis.
Mit der Funktion Ask Plaud lassen sich Fragen zu den gesammelten Inhalten stellen, etwa nach offenen Aufgaben oder getroffenen Entscheidungen. Die Antworten verweisen auf die zugrunde liegenden Notizen und Transkripte. Während einer Aufnahme können Sie zusätzlich Notizen tippen und Fotos von Folien oder Whiteboards hinzufügen, die die KI in die Zusammenfassung einbezieht. So entsteht aus einem Gespräch in wenigen Minuten ein fertiges Protokoll. Über die gesparte Nachbereitung lässt sich laut Plaud rund eine Stunde pro Arbeitstag gewinnen, also bis zu 260 Stunden pro Jahr.*
Plaud Desktop und die App im Alltag
Für die Arbeit am Rechner gibt es Plaud Desktop, das jedes Online-Meeting ohne Bots erfasst. Damit deckt das Plaud Note Pro neben Telefonaten und Präsenzgesprächen auch Videokonferenzen ab.
Die App dient als Schaltzentrale für alle Aufnahmen. Hier verwalten Sie Dateien, ordnen Sprechende zu, passen Vorlagen an und exportieren die Ergebnisse. Die Übertragung läuft per Bluetooth (BLE 5.4), Dual-Band-WLAN oder Kabel. Alle Inhalte synchronisieren sich über Gerät, App, Web und Plaud Desktop, sodass Sie auf jedem Endgerät denselben Stand haben. Fertige Notizen lassen sich teilen, kopieren oder in gängige Dienste exportieren.
Datenschutz und Sicherheit
Gerade im beruflichen Umfeld sind oft vertrauliche Inhalte im Spiel, deshalb ist der Datenschutz ein zentrales Kriterium. Plaud setzt nach eigenen Angaben auf anerkannte Standards und ist nach ISO 27001, ISO 27701, DSGVO, SOC 2, HIPAA und EN 18031 zertifiziert.
Die Aufnahmen werden verschlüsselt in einer eigenen Cloud gespeichert und nach Herstellerangaben nicht an Dritte übertragen. Wer die Synchronisierung nicht nutzen möchte, kann sie abschalten, verliert dann aber die Daten, falls die App entfernt wird. Für regionale Anforderungen bietet Plaud Cloud-Standorte in verschiedenen Regionen an.
Mindestens so wichtig wie die Technik ist das eigene Verhalten. In Deutschland schützt etwa § 201 StGB die Vertraulichkeit privater Gespräche. Bevor Sie aufnehmen, informieren Sie andere und holen Sie deren Einverständnis ein. Vielen Dank, dass Sie die Privatsphäre und lokale Gesetze respektieren. Falls gesetzlich vorgeschrieben, ist vor der Aufzeichnung die Einwilligung sämtlicher beteiligter Personen einzuholen. Die Privatsphäre ist zu wahren, und es sind alle einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.
Preis, Abonnement und für wen sich das Plaud Note Pro lohnt
Das Plaud Note Pro kostet 189,00 € und enthält das magnetische Etui sowie den kostenlosen Plaud Starter Plan mit 300 Minuten KI-Transkription pro Monat inklusive. Wer mehr braucht, kann auf den Plaud Unlimited Plan mit unbegrenzter Transkription wechseln.
Das Gerät richtet sich an alle, die regelmäßig Gespräche festhalten und nachbereiten. Dazu zählen Menschen, die viel in Meetings sitzen, Interviews führen oder im Beratungs- und Vertriebsumfeld arbeiten. Für gelegentliche Sprachnotizen genügt oft schon die App oder das kompaktere Plaud Note. Sobald aber Präsenzgespräche, mehrere Sprecher und eine saubere Nachbereitung dazukommen, überzeugt das Plaud Note Pro am meisten. Das kostenlose Kontingent reicht zum Ausprobieren. Nutzer, die sehr viel transkribieren im Alltag, sollten den Abo-Aufpreis einplanen.
Fazit: vielseitiges KI-Diktiergerät mit überzeugender Aufnahmefunktion
Das Plaud Note Pro überzeugt im Test als vielseitiges KI-Diktiergerät. Die Aufnahme über mehrere Meter ist klar, das AMOLED-Display schafft Übersicht, und die KI-Aufbereitung spart in der Nachbereitung viel Zeit. Dazu kommen ein durchdachtes magnetisches Etui und ein breites Set an Sicherheitsstandards.
Pro
- Sehr klare Aufnahme bis zu 5 Meter dank vier Mikrofonen mit KI-Beamforming
- KI-Transkription und Zusammenfassungen in 112 Sprachen mit automatischer Sprechererkennung
- Übersichtliches InstantView AMOLED Display mit Status und Akkustand
- Lange Laufzeit von bis zu 50 Stunden und magnetisches Etui im Lieferumfang
- Hohe Sicherheitsstandards inklusive DSGVO, ISO 27001 und SOC 2
Contra
- Für unbegrenzte Transkription ist ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig
Wenn Sie ein KI-Diktiergerät suchen, das Präsenzgespräche, Telefonate und Online-Meetings in einem Workflow zusammenführt, gehört das Plaud Note Pro zu den überzeugendsten Geräten seiner Art. Alle Details und die aktuelle Verfügbarkeit finden Sie auf der Produktseite des Plaud Note Pro.












