Suchen Sie nach einer besseren Möglichkeit, Notizen zu machen? Dann kann die Cornell-Methode eine gute Wahl sein. Erfahren Sie in diesem Blogartikel, wie die Methode funktioniert. Außerdem finden Sie eine Vorlage, praktische Tipps und Alternativen, falls die Cornell-Methode nicht zu Ihrem Arbeitsstil passt.
Möchten Sie Lernstoff besser strukturieren oder wichtige Inhalte nach Meetings leichter behalten? Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf die Cornell-Methode.
Die Cornell-Methode ist eine Notiztechnik, mit der Sie Informationen klar strukturieren und später leichter wiederholen können. Deshalb eignet sie sich gut für Studierende, Auszubildende und alle, die etwas Neues lernen.
Dabei wird das Blatt in drei Bereiche aufgeteilt. Es gibt einen großen Bereich für die Hauptnotizen, links eine schmale Stichwortspalte und unten einen Bereich für die Zusammenfassung. Weiter unten erklären wir das System genauer. Außerdem finden Sie eine Vorlage für Cornell-Notizen, die Sie sofort verwenden können.
Warum kennen wir uns mit der Cornell-Methode aus? Wir sind Plaud und entwickeln KI-Tools für Notizen, die von mehr als 2,0 Millionen Berufstätigen, Studierenden und Teams genutzt werden. Mit Plaud Note lassen sich auch Cornell-Notizen erstellen. So können Sie Inhalte leichter wiederholen, ohne alles von Hand mitschreiben zu müssen.
Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie die Cornell-Methode richtig anwenden. Außerdem zeigen wir Ihnen alternative Methoden für Notizen, die je nach Situation besser passen können.
Hinweis: Dieser Artikel ist Teil unserer Serie über verschiedene Methoden für Notizen. Falls die Cornell-Methode nicht die richtige Wahl für Sie ist, finden Sie in unserem Leitfaden weitere Methoden.
Was ist die Cornell-Methode?

Die Cornell-Methode ist ein strukturiertes System für Notizen. Sie wurde in den 1950er-Jahren an der Cornell University entwickelt. Ziel war es, Studierenden beim Mitschreiben, Wiederholen und Behalten von Lerninhalten zu helfen.
Manche Methoden dienen vor allem dazu, Informationen schnell festzuhalten, zum Beispiel die Quadrantenmethode. Die Cornell-Methode wurde dagegen speziell für Lernen und Wiederholung entwickelt. Wenn Sie Ihre Notizen später noch einmal durchgehen möchten, kann die Cornell-Methode Zeit sparen und das Lernen insgesamt erleichtern.
So funktioniert die Methode
Teilen Sie Ihr Blatt in drei Bereiche auf.
- Hauptnotizen (rechte Seite): Hier schreiben Sie während einer Vorlesung, eines Meetings oder beim Lesen die wichtigsten Informationen auf.
- Stichwortspalte (linke Seite): Nach der Sitzung ergänzen Sie hier Stichwörter, Fragen oder Hinweise, die zu den Notizen auf der rechten Seite passen.
- Zusammenfassung (unten): Nachdem Sie die Hauptnotizen geschrieben haben, fassen Sie den Inhalt unten auf der Seite in zwei bis vier Sätzen zusammen.
Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht nach viel Aufwand, wenn Sie nur Notizen für die Schule oder das Studium machen möchten. Genau deshalb funktioniert die Cornell-Methode gut. Sie sehen sich Ihre Notizen direkt nach einer Vorlesung oder einem Meeting noch einmal an. Dadurch setzen Sie sich sofort mit dem Inhalt auseinander.
Wenn Sie Ihre Notizen später wiederholen, decken Sie den Bereich mit den Hauptnotizen ab. Anschließend beantworten Sie die Fragen in der linken Spalte aus dem Gedächtnis. Zusätzliche Lernkarten sind dafür nicht nötig.
Die Cornell-Methode wird seit Jahrzehnten genutzt, weil sie einfach aufgebaut und gleichzeitig wirkungsvoll ist.
Weiterführende Lektüre: Wenn Sie in diesem Semester effizienter lernen möchten, lesen Sie auch unseren Leitfaden zu KI-Tools für Studierende.
Cornell-Methode Beispiel für Notizen

Hier sehen Sie ein Beispiel dafür, wie eine Seite mit Cornell-Notizen nach einem Meeting aussehen kann. Sie erkennen dabei, wie Informationen für die spätere Wiederholung kompakt zusammengefasst und strukturiert werden.
Hinweis: Dieses Beispiel zeigt Notizen aus einem Geschäftsmeeting. Wenn Sie Notizen im Unterricht machen möchten, funktioniert die Cornell-Methode genauso gut. Wir zeigen hier nur das Layout. Dieses Format gehört zu den flexibelsten Methoden für strukturierte Notizen.
Cornell-Methode: So machen Sie Cornell-Notizen in 4 Schritten
Wenn Sie die Cornell-Methode richtig anwenden, nutzen Sie automatisch die 5 R’s der Notizentechnik: Record (Erfassen), Reduce (Reduzieren), Recite (Wiedergeben), Reflect (Reflektieren) und Review (Wiederholen). Diese Schritte sind direkt in die Methode eingebaut. Dadurch erstellen Sie bessere Notizen und können Inhalte gezielter wiederholen.
Die 5 R der Notiztechnik sind:
- Record: Erfassen Sie die wichtigsten Ideen in der Hauptnotizen-Spalte.
- Reduce: Verdichten Sie diese Notizen zu Stichwörtern und Fragen in der Stichwortspalte.
- Recite: Decken Sie die Hauptspalte ab und beantworten Sie die Fragen aus dem Gedächtnis.
- Reflect: Die Zusammenfassung unten hilft Ihnen, über das Gesamtbild nachzudenken.
- Review: Da alles klar strukturiert ist, dauert das Wiederholen nur wenige Minuten statt Stunden.
Jetzt sehen wir uns das Cornell-Notizsystem Schritt für Schritt an.
Schritt 1: Seite vorbereiten

Bevor die Vorlesung oder das Meeting beginnt, richten Sie Ihr Layout ein.
Ziehen Sie eine senkrechte Linie etwa 6,35 cm vom linken Rand entfernt. Das ist Ihre Stichwortspalte. Ziehen Sie außerdem eine waagerechte Linie etwa 6,35 cm vom unteren Rand der Seite. So entsteht der Bereich für die Zusammenfassung.
Das dauert nur etwa 10 Sekunden, hilft aber bei der Strukturierung Ihrer Notizen.
Schritt 2: Notizen in der Hauptspalte machen
Während des Meetings oder der Vorlesung konzentrieren Sie sich nur auf die Hauptspalte. Das ist der größte Bereich auf der Seite.
Hier schreiben Sie die wichtigsten Informationen in Echtzeit auf.
Vermeiden Sie ganze Sätze. Arbeiten Sie mit Stichpunkten, Abkürzungen und kurzen Formulierungen. Sonst wird es schwer, dem Vortrag oder Gespräch zu folgen.
Wenn Sie in einem Meeting sind, notieren Sie Entscheidungen, Zahlen und Aufgaben. In der Vorlesung geht es eher um Konzepte, Definitionen und Beispiele.
Schritt 3: Hinweise und Fragen ergänzen

Nach dem Ende der Sitzung gehen Sie zurück und füllen die Stichwortspalte aus.
Lesen Sie Ihre Notizen und ergänzen Sie passende Fragen, Schlüsselwörter oder Hinweise. Alles auf der linken Seite sollte Ihnen helfen, sich an die Inhalte auf der rechten Seite zu erinnern.
Zum Beispiel:
- „Warum ist die Abwanderung gestiegen?“
- „Definieren Sie Zellatmung.“
- „Was sind die 3 Marketing-Prioritäten?“
Diese Fragen verdichten Informationen zu Auslösern für Ihr Gedächtnis. Es sind keine Kategorien. Das ist ein häufiger Fehler. Es sind Fragen und Denkanstöße, die Sie dazu bringen, Informationen aktiv abzurufen.
Wenn in Ihrer Stichwortspalte nur „Marketing“ oder „Umsatz“ steht, muss Ihr Gehirn kaum arbeiten. Wenn dort aber „Warum ist die Abwanderung in Q1 gestiegen?“ steht, wird aus Ihren Notizen eine eingebaute Selbstabfrage.
Schritt 4: Eine kurze Zusammenfassung schreiben

Am Ende schreiben Sie unten auf der Seite eine kurze Zusammenfassung in Ihren eigenen Worten. Schreiben Sie möglichst nicht mehr als vier Sätze. So reduzieren Sie den Inhalt auf das Wesentliche und können ihn später schnell überfliegen.
Das hat zwei Vorteile.
Erstens denken Sie noch einmal über die Informationen nach und formulieren sie selbst. Das kann die Erinnerung verbessern, weil Ihre Notizen nicht nur aus fremden Stichpunkten bestehen. Sie werden zu Ihrer eigenen Interpretation der Fakten.
Zweitens macht der Bereich für die Zusammenfassung es einfacher, Ihre Notizen später wiederzufinden. Statt viele Seiten mit ähnlichen Stichpunkten durchzugehen, können Sie die Zusammenfassungen überfliegen. So finden Sie schneller die passenden Notizen.
Tipp: Das Durchsuchen von Notizen ist mit Plaud einfacher. Plaud verwandelt Ihre Notizen in eine durchsuchbare Datenbank. So können Sie Inhalte nach Stichwort, Datum oder Thema abrufen. Wenn Sie nicht sicher sind, welches KI-Notiz-Tool Sie brauchen, sehen Sie sich unseren Leitfaden zu Notizsoftware und Diktiergeräten an.
Tipps für effektiveres Notizenmachen

Die Cornell-Methode gibt Ihnen Struktur für Ihre Notizen, egal on für unternehmerische Zwecke oder Notizen fürs Studium. Aber Struktur allein reicht nicht aus, wenn Ihre Notizen unordentlich oder überladen sind.
Hier sind einige praktische Tipps, die Ihnen helfen können, mehr aus der Cornell-Methode herauszuholen:
- Schreiben Sie während der Sitzung keine ganzen Sätze. Wenn Sie versuchen, alles Wort für Wort mitzuschreiben, verlieren Sie womöglicj den Überblick. Nutzen Sie Abkürzungen, Symbole und Stichpunkte, damit Sie mithalten können.
- Lassen Sie Platz zwischen den Ideen. Zu viele Notizen sind schwer zu lesen. Etwas Whitespace gibt Ihnen später Platz für Ergänzungen. Außerdem wird das Durchsehen vor Prüfungen oder nach Meetings einfacher.
- Füllen Sie die Stichwortspalte innerhalb von 24 Stunden aus. Wenn Sie eine Woche warten, vergessen Sie den Kontext. Organisieren Sie Ihre Notizen am selben Tag, solange die Inhalte noch präsent in Ihrem Gedächnis sind.
- Verwandeln Sie Stichworte möglichst in Fragen. Konkrete Fragen helfen Ihnen, Details, Zahlen und Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge abzurufen. Das Wort „Umsatz“ ist kein guter Gedächtnisauslöser. Die Frage „Was hat den Umsatzrückgang von 15 % in Q1 verursacht?“ ist deutlich besser.
- Schreiben Sie die Zusammenfassung in einfachen Worten. Erklären Sie die Seite so, als würden Sie einer anderen Person erzählen, was in der Vorlesung oder im Meeting passiert ist. Wenn Sie es nicht einfach erklären können, verstehen Sie es wahrscheinlich noch nicht vollständig.
Alternativen zur Cornell-Methode
Die Cornell-Methode eignet sich gut, um sich Fakten zu merken und Inhalte zu dokumentieren. Aber sie ist nicht für jede Situation geeignet. In unserer Recherche über doe besten Methoden für Notizen haben wir festgestellt, dass unterschiedliche Themen und Lernstile unterschiedliche Strategien verlangen.
Manche bevorzugen visuelle Systeme wie die Flow-Methode. Andere möchten etwas Schnelleres und weniger Strukturiertes wie die Gliederungsmethode.
Wenn Sie also nach anderen Möglichkeiten suchen, im Studium oder bei der Arbeit Notizen zu machen, könnte eine dieser Methoden besser passen.
Im Folgenden stellen wir Ihnen diese Alternativen zur Cornell-Methode vor.
Gliederungsmethode

Bei der Gliederungsmethode handelt es sich um ein klassisch hierarchisches System für Notizen, das Sie wahrscheinlich schon oft verwendet haben.
Sie schreiben die Hauptthemen linksbündig auf und rücken Unterpunkte darunter ein.
Diese Methode eignet sich gut für strukturierte Vorlesungen, Lehrbücher und logisch aufgebaute Themen. Allerdings enthält sie keine eingebaute Selbstabfrage wie die Cornell-Methode.
Tabellen-Methode

Die Tabellenmethode eignet sich besonders gut für Vergleiche. Dabei werden verschiedene Themen nach denselben Kriterien bewertet. Wenn Sie schon einmal eine Vergleichstabelle gesehen haben, kennen Sie das Grundprinzip.
Wir empfehlen diese Methode für historische Ereignisse, Produktfunktionen, Rechtsfälle oder Inhalte mit klaren Kategorien und Unterschieden. Eine Tabelle kann Muster schnell sichtbar machen.
Allerdings ist sie deutlich weniger flexibel als die Cornell-Methode.
Mapping-Methode

Diese visuelle Methode in Form eines Netzwerks wird auch Flow-Methode genannt. Sie verbindet Ideen von einem zentralen Thema aus mit Linien und Kästchen.
Sie eignet sich gut für Brainstorming und übergreifendes Denken. Bei linearen Vorlesungen oder vielen Details kann sie jedoch schnell unübersichtlich werden.
Nutzen Sie diese Methode für große Zusammenhänge. Für strukturierte Details ist die Cornell-Methode meist besser geeignet.
AVID-Notizen
Die AVID-Methode, auch fokussiertes Notieren genannt, nutzt eine Struktur ähnlich der Cornell-Methode. Sie ergänzt diese jedoch um formelle Reflexions- und Überarbeitungsschritte.
Im Grunde zeigt sie Ihnen, wie Sie Cornell-Notizen richtig anwenden und weiterverarbeiten.
Diese Methode ist besonders hilfreich für Personen, die gerade erst lernen, effektiv Notizen zu machen. Deshalb ist sie in der Mittel- und Oberstufe verbreitet. Für Erwachsene kann sie etwas streng wirken, ist aber dennoch eine gute Orientierung.
Cornell Methode: Vorlage von Plaud

Sie müssen die Linien nicht jedes Mal neu zeichnen, wenn Sie die Cornell-Methode nutzen möchten. Mit Plaud können Sie Cornell-Notizen automatisch aus Präsenzvorlesungen, Online-Meetings und Anrufen erstellen.
So funktioniert es:
- Wählen Sie eine Cornell-Vorlage aus der Vorlagenbibliothek von Plaud aus. Alternativ können Sie ein Foto der Cornell-Notizvorlage unten mit der Sofortfunktion „Foto hinzufügen“ in Plaud aufnehmen.
- Nehmen Sie Ihre Vorlesung oder Ihr Meeting mit Plaud Note oder Plaud NotePin auf.
- Synchronisieren Sie anschließend mit der Plaud App. So werden automatisch ein Transkript und Cornell-Notizen aus Ihrer Audioaufnahme erstellt.
Danach müssen Sie keine Notizen mehr von Hand schreiben oder hektisch tippen. So können Sie sich besser auf das Meeting oder den Unterricht konzentrieren.
Wenn Sie häufig in Meetings sind, kann ein KI-Notizgerät Ihnen helfen, Gespräche aufzunehmen, zu transkribieren und zusammenzufassen. Das kann Zeit sparen und die Qualität Ihrer Notizen verbessern.
Um loszulegen, machen Sie einfach ein Foto dieser Cornell-Vorlage und laden es in der Plaud App hoch.












